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Ernährung bei Morbus Crohn – Welche Lebensmittel sind erlaubt & verboten?

Morbus Crohn ist eine schwerwiegende Erkrankung, bei der die Betroffenen und auch die Angehörigen unbedingt selbstverantwortlich umgehen müssen mit Ihrem Körper und der geschwächten Gesundheit. Morbus Crohn gehört zu den chronischen Erkrankungen, die derzeit nicht heilbar sind, nur behandelbar.

Durch die optimale Ernährung kann der Körper wieder in die Balance kommen und Ernährungswissenschaftler und auch Gesundheitsexperten sind sich einig, dass so der Körper des an Morbus Crohn Erkrankten wieder auf natürlichem Wege positiv unterstützt werden kann. Wer sich um eine ausgewogene und optimierte Ernährung bemüht, wird Erfolge erzielen.

Kohlenhydratarm und viel Gemüse

Dazu gehört es, dass die Betroffenen darauf achten, möglichst wenige Kohlenhydrate zu essen. Das heißt wenig Brot aus Weißmehl, wenig Nudeln, wenig Reis. Mehr auf dem Speiseplan sollten Obst und Gemüses stehen.

Somit sind Gemüseaufläufe, Gemüse-Lasagne und andere leckere Gerichte oft auf dem Speiseplan. Das Getreide, so weiß man, kann nämlich Entzündungen begünstigen und auch das Darmgleichgewicht wird dadurch gestört.

Durch diese Dinge wird der Organismus sogar wieder mehr anfällig auf die Erkrankung „Morbus Crohn“. Allerdings sind sogenannte „alte Getreidesorten“ auch sehr gut, wenn man an Morbus Crohn erkrankt ist. Hierzu zählen:

  • Quinoa
  • Hirse
  • Buchweizen
  • Amaranth

Mit diesen gesunden Getreidesorten, die zudem alle glutenfrei sind, kann der Erkrankte sich leckere Gemüse-Aufläufe beispielsweise zubereiten, die lebenswichtige Kohlenhydrate und zudem viele Vitamine enthalten.

Wichtig: Auch Vollkornprodukte sind in diesem Fall nicht gut für den Darm. Also grundsätzlich diese Kohlenhydrate nicht essen!

Tierische Lebensmittel reduzieren!

Die tierischen Lebensmittel (hier besonders die, die aus der normalen Masttierhaltung kommen) und die Fette, die darin enthalten sind, fördern tatsächlich Entzündungen im gesamten Organismus.

Dadurch wird die Darmflora ebenso gestört und es wurde nachgewiesen, dass tatsächlich Fleisch aus einer artgerechten Haltung gesünder ist. Einfach beim Bio-Bauern vor Ort nachfragen, welches Fleisch aus artgerechter Haltung er anbietet. Auch wenn der Preis hier etwas höher ist, die Qualität lohnt sich.

Fisch und hochwertige pflanzliche Öle: Kalorienarm und gesund bei Morbus Crohn!

Betroffene sollten auf ihrem Speiseplan unbedingt zweimal die Woche Fisch essen. auch die pflanzlichen Öle (im Salat) mit ihrem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, wirken sich entzündungshemmend aus.

Auch für ein gesundes und möglichst gut ausbalanciertes, fittes Immunsystem sind diese Fettsäuren (ungesättigt) wichtig. Beispielsweise ist Weizenkeimöl sehr reich an Vitamin E oder auch frisch gepresstes Olivenöl. Wer seinen Salat damit anmacht, der versorgt den Körper mit diesen entzündungshemmenden Ölen. Auch hier auf eine hochwertige Qualität achten!

Tipp: Auf pflanzliche gehärtete Fette (Margarine) sollten die Betroffenen verzichten, sie können sogar die Entzündungen im Darm verstärken!

Gewürze und Kräuter!

Wichtig ist auch, dass die Patienten, die an Morbus Crohn erkrankt sind, in ihre Mahlzeiten frische Kräuter und möglichst auch gesunde Gewürze geben. Das kurbelt das Immunsystem an und auch viele Spurenelemente sind hier enthalten, was wiederum die Entsäuerung des Organismus unterstützt.

Ganz vorneweg sei hier Kurkuma genannt, das nachweislich Entzündungen hemmt. In der Gelbwurz, auch „Curcuma Longa“ genannt, sind antientzündliche Inhaltsstoffe und diese können gerade bei Darmentzündungen helfen. Bei den chronischen und entzündlichen Darmerkrankungen ist es wichtig, alles zu sich zu nehmen, was Entzündungen hemmt.

Betroffene sollten gewisse Lebensmittel meiden!

Viele Betroffene, die an Morbus Crohn erkrankt sind, leiden unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien.

Das sollte durch Blutbestimmungen und Stuhlproben geklärt werden. Menschen mit chronischen Darmentzündungen haben viele Beschwerden und es ist wichtig zu wissen, welche Nahrungsmittel dies auslösen können. Hier die wichtigsten Lebensmittel, die sehr oft Beschwerden bei Morbus Crohn Patienten auslösen:

  • Hefe
  • Milchprodukte
  • Weizen
  • Mais

Viel trinken und gut kauen – ein Muss!

Grundsätzlich gilt, dass Erkrankte unbedingt zwei Liter Wasser pro Tag trinken müssen. Auch Kräutertees können getrunken werden. Es ist auch wichtig, dass die Speisen im Mund lange gekaut werden. Mit dem Speichel sollten sie zu einem feinen Brei gekaut werden.

Das ist dann entlastend für den Darm und die Nährstoffe können ebenfalls viel besser bioverfügbar aufgenommen werden im Organismus des Erkrankten.

Weitere Tipps und Hilfen!

Wichtig ist es für die an Morbus Crohn Erkrankten, auf Essen mit künstlichen Zusätzen zu verzichten. Dazu gehören Softdrinks genauso, wie beispielsweise Chips. Ob im Getränk oder im Essen: Unbedingt auf ein reines Essen achten!

Auch raffinierter Zucker und Weißmehl sind ein Tabu auf dem Speiseplan. Viele an Morbus Crohn Erkrankte haben auch eine Laktoseintoleranz. Wer an einer Laktoseintoleranz leidet, sollte auf Milchprodukte verzichten. Eine ballaststoffreiche Kost ist wichtig, besonders in der sogenannten „Remmissionsphase“.

Wer in seinem Essen Leinöl, Walnussöl und Rapsöl verwendet, der setzt auf die ungesättigten Fettsäuren, die sehr wichtig sind gerade bei Morbus Crohn. Auch Vitalstoffkonzentrate werden von vielen Heilpraktikern und auch von Ärzten empfohlen. Dadurch kann der Körper innerhalb der gesunden Ernährung auch die wichtigsten Mineralstoffe und Vitamine erhalten und eine Mangelernährung ist ausgeschlossen.

Wichtig: Lassen Sie sich in jedem Fall von einem Experten ärztlich behandeln/beraten!