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Morbus Crohn – Therapie und Behandlung

Morbus Crohn ist eine chronische Entzündung der Darmschleimhaut und verursacht starke Durchfälle sowie unangenehme, krampfartige Bauchschmerzen.

Leider ist diese chronische Erkrankung nicht heilbar, sodass Betroffene ihr Leben lang mit der Erkrankung leben müssen. Dennoch gibt es einige Therapiemöglichkeiten, mit denen der größte Teil der Erkrankten fast beschwerdefrei leben kann.

Darauf kommt es an

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Wichtig: Lassen Sie sich beraten!
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Die Beschwerden, die Morbus Crohn verursacht, treten immer in Schüben auf. Das bedeutet, dass Patienten für einige Zeit beschwerdefrei sind, bis die Krankheit das nächste Mal auftritt und erneut Symptome verursacht. Da eine Heilung nicht möglich ist, sind die Ziele der Therapie wie folgt zu beschreiben:

  • Verringern der Intensität der Symptome
  • Unterdrückung der Immunreaktion
  • Verlängern der beschwerdefreien Phasen

Diese Medikamente kommen zum Einsatz

Patienten kommen vor allem während eines akuten Krankheitsschubs nicht um die Einnahme von Medikamenten herum.

Welche Medikamente zum Einsatz kommen, hängt von dem Darmabschnitt ab, in dem die Krankheit auftritt. Darüber hinaus kommt es auch auf den Menschen selbst an, an welchen Stellen der Körper medikamentöse Unterstützung benötigt.

Durch den verursachten Durchfall leidet der Körper extrem, denn lebenswichtige Nährstoffe können nicht optimal aus der Nahrung aufgenommen werden und gehen verloren.

Deswegen zählt ein Durchfallhemmer zu den klassischen Symptomen bei Morbus Crohn. Dies kann zum Beispiel Loperamid sein, ein Medikament, das den Durchfall als Symptom behandelt, nicht aber die Ursache bekämpft.

Da es sich bei Morbus Crohn um eine chronische Entzündung der Darmschleimhaut handelt, ist es üblich, während eines akuten Krankheitsschubs entzündungshemmende Medikamente einzunehmen. Je nachdem, welcher Teil des Darmes entzündet ist, kommen unterschiedliche Präparate zum Einsatz.

Der klassische Entzündungshemmer ist das Kortison, das aber nur für eine kurzweilige Einnahme geeignet ist. Weitere häufige Entzündungshemmer sind Mesalazin und Sulfasalazin, die vor allem bei der Entzündung des Dickdarms verwendet werden. Bei sehr starken Entzündungserscheinungen können auch Anitbiotika und Immunsuppressiva zum Einsatz kommen.

Die Krankheit kann für viele Menschen auch eine schwere psychische Belastung darstellen. Vor allem bei jenen, die mit einer andauernden, schweren Symptomatik leben müssen oder die Krankheit anderweitig nur schwer verarbeiten können, ist eine psychische Behandlung sinnvoll. Dazu können zum Beispiel Antidepressiva und beruhigende Mittel zum Einsatz kommen.

Operationen als letzte Möglichkeit

Hin und wieder kommt es aufgrund von Morbus Crohn bei betroffenen Patienten zu Komplikationen, wie zum Beispiel zu starken Blutungen oder einem Darmdurchbruch. In solchen Fällen und auch dann, wenn eine medikamentöse Therapie das Leiden nicht verringert, ist eine Operation notwendig.

Bei diesem Eingriff wird der Teil des Darmes entfernt, in dem sich die Komplikation abspielt. Andere, wenn auch entzündete Teile des Darmes, bleiben bestehen, solange sie nicht ebenfalls zu Komplikationen führen. Der Grund dafür ist, dass der Patient so wenig wie möglich von seinem Darm verliert und es außerdem nicht zur Verbesserung des Krankheitsbilds beiträgt, wenn größere entzündete Teile des Darms entfernt werden.

Die Ernährung kann die Therapie unterstützen

Dadurch, dass Patienten sehr häufig unter Durchfall leiden, neigen sie dazu, einen Nährstoffmangel zu erleiden. Deswegen ist es umso wichtiger, mit der Ernährung eine ausreichende Nährstoffzufuhr zu erzielen. Da der Darm oft nicht in der Lage ist, die Inhaltsstoffe der Nahrung richtig aufzuspalten, sollten Patienten einen Ernährungsspezialisten aufsuchen. Dieser erörtert gemeinsam mit dem Betroffenen, welche Ernährungsweise für ihn am besten ist.

Für viele Patienten sind Lebensmittelunverträglichkeiten und Allergien der Auslöser für Morbus Crohn, sodass eine Diagnose und entsprechend angepasste Ernährung eine große Verbesserung der Symptome erzielen sollte. Darüber hinaus kann der Spezialist entsprechende Nahrungsergänzungen oder auch gänzlich künstliche Nahrung (während eines akuten Schubs) empfehlen.