Was tun bei Morbus Crohn Schub?

Es gibt Krankheiten, die sind nach einigen Tagen wieder verflogen und es gibt Krankheiten, die einem lebenslang verfolgen. Die Krankheit kann nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern auftreten. Ähnlich verhält es sich bei Morbus Crohn, welche einen großen Einfluss auf die Lebensqualität eines Menschen hat.

Unter anderem sind Bauchschmerzen oder Durchfälle klassische Symptome für die Erkrankung an Morbus Crohn.

Stand jetzt kann sie nicht vollständig geheilt werden. Allerdings lassen sich die Beschwerden sowie Symptome durch den Einsatz von passenden Medikamenten lindern. Was genau ein Morbus Crohn Schub ist und wie er sich behandeln lässt, wird im folgenden Artikel erklärt.

Was ist Morbus Crohn?

Bei Morbus Crohn handelt es sich um eine Erkrankung des Darms, welche aus chronischen Gründen heraus entstehen kann. Die Krankheit verläuft in Schüben und ist nicht ansteckend. Im Prinzip ist es eine Autoimmunerkrankung. Beim ersten Schub werden zunächst unterschiedliche Bereiche des Verdauungstraktes befallen. Dadurch entstehen Entzündungen, die überwiegend beim Übergang vom Dünn- zum Dickdarm vorzufinden sind.

Möglicher Auslöser: Stress

Doch auch in Bereichen wie dem Analkanal treten die Entzündungen auf. Bei mehr als der Hälfte ist der Übergang zwischen den beiden Darmarten betroffen.

Im Grunde genommen ergeben sich bei der Entzündung keine genauen Muster. Dementsprechend ist es schwer vorauszusagen, wo die Symptome eintreffen werden. Zudem müssen die befallenen Bereiche im Dünn- und Dickdarm nicht miteinander zusammenhängen. Unter anderem kann es auch zu flächenabdeckenden Entzündungen kommen. Während der Schübe von Morbus Crohn sind die betroffenen Stellen stark entzündet.

Erst zwischen den Schüben nehmen die Symptome ab, allerdings nicht vollständig. Weiterhin kann zu den Schüben auch ein chronischer Verlauf vorkommen. Insbesondere die Darmwände des Körpers werden angegriffen. Der Körper verfügt über 4 Wandschichten:

  • -> Schleimhaut der Darminnenwand
  • -> Zwischenwand, die sich zwischen Schleimhaut und Muskelschichten befindet
  • -> Muskelschicht, welche aus ring- und längsformigen Muskelsträngen besteht
  • -> Darmaußenschicht, welches Lymphgefäße und Blutgefäße beinhaltet

Aufgrund der Erkrankung an Morbus Crohn können alle 4 Bereiche von den Entzündungen betroffen sein. Je nach Ausprägung können die Funktionen massiv beeinträchtigt werden, sodass unwiderrufliche Schäden entstehen. Oft arbeitet sich die Entzündung vom Gewebe zu den Schleimhäuten vor.

Ursachen von Morbus Crohn Schub

Wie oben bereits erwähnt handelt es sich um eine chronische Autoimmunerkrankung. Da die Erkrankung idiopathisch ist, gibt es keine nachgewiesenen Ursachen oder Auslösefaktoren.

Bei etwa 20 Prozent der Patienten gab es Änderungen im Bereich des Erbgutes. Allerdings kommt das weniger bei Menschen vor, die an keiner Crohn-Krankheit leiden. Risikofaktoren sind unter anderem Rauchen.

Symptome und Anzeichen für Morbus Crohn

Die Erkrankung Morbus Crohn wird meist erst später erkannt. Gerade zu Beginn zeigen sich die Symptome versteckt und unspezifisch.

Deswegen wird zunächst von einer Infektionserkrankung ausgegangen. Auch Stress durch Verstimmung oder ähnliches sind häufig die ersten Antworten. Allerdings gibt es typische Symptome im Verdauungstrakt, welche auf die Krankheit aufmerksam machen können:

  • => Krämpfe im Bauch
  • => Bauchschmerzen
  • => Blähungen
  • => Durchfälle

Viele der betroffenen Personen besitzen diese Symptome schon seit Jahren. Deswegen findet auch die Behandlung erst zu spät statt. Generell sind die Durchfälle eher flüssig und häufig schleimig. Vor allem dann, wenn sich der obere Teil des Dickdarms entzündet.

Dementsprechend kann der Organismus nicht mehr richtig das Wasser absorbieren. Bauchschmerzen und Durchfall sind mit die am häufigsten vorkommenden Symptome. Darüber hinaus können noch weitere, unspezifische Anzeichen auftreten:

  • => Rückenschmerzen
  • => Fieber
  • => Appetitverlust
  • => Fehlfunktion an Galle und Leber
  • => Gewichtsverlust
  • => etc.

Behandlungsmethoden von Morbus Crohn Schüben

Durch die Behandlung der Krankheiten sollen mehrere Ziele gleichzeitig erreicht werden. Unter anderem soll der Patient ohne Schmerzen leben können und seine Anzahl an Durchfällen minimieren. Der gleiche Fall gilt für die Entzündungen und die Behandlung von unspezifischen Symptomen.

1) Schulmedizin

Um die Krankheit zu behandeln, müssen auf Medikamente zurückgegriffen werden. Klassische Mittel sind Kortisol sowie Kostikosteriode. Diese unterdrücken gleichzeitig das Immunsystem der Patienten. Hauptziel ist es den Körper davon abzuhalten aggressiv gegen die Entzündung hervorzugehen. Das verschlimmert die Sache nur.

Die Medikamente werden individuell nach Patient ausgewählt und verabreicht. Zudem können auch operative Eingriffe notwendig sein. Für Patienten mit Morbus Crohn Schüben empfehlen sich folgende Lebensmittel:

  • – leicht verdauliches Gemüse wie Tomaten, Paprika, Möhren, Salate oder Gurken
  • – Kohlenhydrate, die aus Reis, Kartoffeln oder Vollkornbroten gewonnen werden können
  • – Obst in kleineren Mengen, da Fruchtzucker Gärung im Darm verursacht
  • – Nüsse und Samen sind wichtige Lieferanten von Vitaminen und Aminosäuren
  • – bei Fleisch auf fettarme Sorten achten wie Hähnchen oder Pute

2) Naturheilkunde

Weiterhin lässt sich die Behandlung von Morbus Crohn Schub auch mit Naturheilmitteln unterstützen. Abhilfe gegen eine verminderte Aufnahme an Vitaminen und Spurenelementen können Gewürze und Pflanzen schaffen. So wird der Organismus mit reichlich wichtigen Stoffen versorgt. Brennnessel und Kurkuma sind zwei zu empfehlende Naturmittel. Sie hemmen die Entzündungen und wirken Krämpfen entgegen. Allerdings dürfen die Präparate nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden.

3) andere Therapieformen

Eine Alternative zu den vorherig genannten Methoden ist die Homöopathie. Hier kommt Schüssler Salz zum Einsatz. Das Mittel wird individuell ausgewählt. Sie werden zusätzlich zu den ärztlichen Medikamenten eingesetzt. Leider gibt es keine Hausmittel, welche die Erkrankung beeinflussen könnten. Dennoch empfiehlt sich ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung durch Sport. Der Körper sollte vor allem mit Flüssigkeit versorgt werden, welches durch die Durchfälle verloren geht. Ansonsten kann es sein, dass der Körper hydriert.

Quelle: https://www.infoline.at/was-tun-bei-morbus-crohn-schub/

psychische Verfassung bei Morbus Crohn

Durch die Erkrankung müssen Patienten an viel psychischen Druck leiden. Bauchschmerzen und Blähungen erzeugen mit Laufe der Zeit Schamgefühle. Dadurch werden sie verschlossen und wollen nicht über ihr Problem mit anderen Menschen sprechen. Vor allem beim Kennenlernen neuer Partnerschaften kann die Einschränkung aufgrund des Analbereichs zu einem Problem werden. So fällt es Betroffenen schwieriger neue Beziehungen einzugehen. Deswegen empfehlen Ärzte eine psychologische Behandlung oder eine Selbsthilfegruppe. Dort finden sich Personen mit dem gleichen Problem wieder und lernen mit der Krankheit umzugehen. Ohne rechtzeitige Aktion kann das Leiden zu Depressionen oder depressiven Verstimmungen führen.

Vorbeugung von Morbus Crohn

Nach wie vor ist nicht sicher, wie sich die Krankheit entwickelt. Es handelt sich um eine chronische Erkrankung. Deswegen ist es schwer dagegen vorzubeugen. Allerdings kann der Verzicht auf Nikotin in Zigaretten ein erster vorbeugender Schritt sein.

Fazit

Bei Morbus Crohn handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit, die schwer zu beurteilen ist. Betroffen ist überwiegend der Darm. Die Krankheit verläuft in Schüben. In jedem Schub entzünden sind bestimmte Bereiche im Darm und führen zu Schmerzen. Angegriffen werden auch die Darmwände sowie das Immunsystem.

Typische Symptome sind Durchfälle, Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe sowie Blähungen. Zur Behandlung gibt es unterschiedliche Methoden. Medikamente oder Naturheilkunde sind zwei erfolgsversprechende Maßnahmen. Generell kann die chronische Krankheit nicht vorgebeugt werden. Trotzdem empfiehlt sich ein gesunder Lebensstil, um den Körper ein gutes Gefühl zu geben. Zudem sollte man beim Erkennen der ersten Symptome nicht zögern und Hilfe beim Arzt suchen.